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Familienwanderung zwischen Giechburg und Gügelkirche in der Fränkischen Schweiz

Das Örtchen Scheßlitz liegt direkt an der Autobahn A70 zwischen Bamberg und Bayreuth, also ganz am Rande der Fränkischen Schweiz. Hierher führte uns unsere letzte Winterwanderung. Oberhalb von Scheßlitz liegt die Giechburg, auch Burg Giech genannt.

Heute ist die ehemalige Höhenburg eine Ruine. Die Besiedlung des Giechburgplateaus geht zurück bis in die Keltenzeit noch vor Christi Geburt. Die Kernburg in ihrer heutigen Form geht auf die Bautätigkeit von Fürstbischof Johann Philipp von Gebsattel von 1602 bis 1609 zurück. Der lange Nordflügel mit seinen zahlreichen Fensteröffnungen wurde seit dem frühen 19. Jahrhundert in zwei Teilabschnitten zur Ruine. Für eine Ruine ist die Giechburg noch sehr gut in Schuss. Ein Grund mehr, uns die alten Gemäuer einmal aus der Nähe anzusehen.

Doch erst einmal wollen wir eine Runde laufen. Unsere Wanderung startet am Wanderparkplatz unterhalb der Giechburg. Wir orientieren uns kurz und folgen dem Waldweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite, vorbei an vier Holzskulpturen und folgen dem Weg in Richtung Osten durch ein kleines Wäldchen.


Die Gügelkirche

Auf unserem Weg kommen wir an vielen Steinkreuzen vorbei. Wir befinden uns nämlich auf einem Kreuzweg, der die Leidensgeschichte Jesu Christi erzählt. Am Ende des Kreuzweges befindet sich unser erstes Etappenziel: Die Gügelkirche Sankt Pankratius. Die Wallfahrtskirche steht imposant auf einem Felsen und erhebt sich aus den umliegenden Wäldern. Wir sehen die Gügelkirche bereits von weiten und folgen dem Weg bis hinauf zur mächtigen Kirche. Ihren Namen hat die Gügelkirche übrigens vom gleichnamigen Ortsteil, der zu Scheßlitz gehört.  Wir gehen um die Kirche herum und stehen vor einer steilen, langen Treppe, die zum Haupteingang hinaufführt.


Hinauf zur Giechburg

Wir machen auf unserem Rückweg von der Gügelkirche hinab einen kleinen Schlenker durch den Wald und kommen am Gügelbrunnen vorbei und laufen in Richtung Westen zurück bis zur Giechburg. Diese sehen wir schon von weiten und können uns so gar nicht verlaufen. Der schmale Trampelpfad führt uns auf dem Plateau direkt zur Ruine.

Wir betreten durch das Burgtor den Innenhof von Burg Giech und es weht uns ein mächtiger Wind entgegen. Hier oben weht an diesem Tag der Wind unglaublich stark und gibt unserem Besuch hier oben dauf der Giechburg eine merkwürdige, fast gespenstische Stimmung. Zum Glück ist wenigstens die Sicht gut und wir können unglaublich weit auf Oberfranken hinuntergucken. An guten Tagen soll die Sicht sogar bis nach Thüringen möglich sein.

Wer möchte, kann im Restaurant der Giechburg noch einkehren. Das machen wir an diesem Tag nicht, aber vielleicht kommen wir im Sommer noch einmal wieder und setzen uns dann in den Biergarten und genießen die Aussicht.


Unser Familienfazit

Die Giechburg allein als Ausflugsziel wäre uns zu wenig gewesen. Deshalb würde ich euch empfehlen, auch erst die Runde bis zur Gügelkirche und wieder hinüber zur Burg zu laufen. Dann habt ihr die Kinder gelüftet und könnt euch als Abschluss noch ausführlich die Burg ansehen. Außerdem ist der Anstieg dann auch nie steil, sondern hält sich in Grenzen. Eine schöne Wanderung, ideal auch für die kalte Jahreszeit.


Infobox

Adresse: Giechburg, Schrautershof 1, 96110 Scheßlitz
Parken: kostenlose Parkmöglichkeit am Parkplatz unterhalb der Burg oder direkt an der Burg
Informationen: Unser Rundweg hat eine Gesamtlänge von ca. 4 Kilometern. Für den gesamten Weg müsst ihr ca. 1,5 Stunden einplanen.
Tourentyp: Überwiegend schmale, holprige Wege durch den Wald und über die Wiese. Beinhaltet einige Steigungen. Die Strecke ist nicht für Kinderwagen und Rollstuhl geeignet.
Tour zum Nachwandern: https://www.komoot.de/tour/999506197
Einkehrmöglichkeit: Eine Gaststätte mit Biergarten auf der Giechburg bietet fränkisches Essen. (http://www.giechburg-gaststaette.de/). Öffnungszeiten beachten.
In der Nähe: Burg Altenburg in Bamberg


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1 Kommentar zu “Familienwanderung zwischen Giechburg und Gügelkirche in der Fränkischen Schweiz

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