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Familienwanderung entlang der Schwarzachklamm bei Feucht im Nürnberger Land

Das letzte Mal, dass wir entlang der Schwarzach durch die Klamm gelaufen sind, ist schon einige Jahre her. Es wurde also mal wieder Zeit, einen Ausflug nach Feucht zu unternehmen. Das Wetter und die Jahreszeit hätte zwar besser sein können, doch mit warmer Kleidung und gutem Schuhwerk kann man ja bei jedem Wetter starten. Also auf in die Schwarzachklamm.

Wir starteten unsere Tour am S-Bahnhof in Ochenbruck. Von dort aus führte uns der Weg zum Fluss und wir starteten unsere Tour quasi von „hinten“. Wir laufen ein Stück die Hauptstraße (B8) entlang und biegen dann in den Wiesenweg. Ab hier wird es ruhiger und unsere eigentliche Wanderung beginnt. Der Weg führt uns über Wiesen entlang immer neben der Schwarzach her.

Irgendwann entdecken wir zwischen Bäumen versteckt das Petzsche Schloss sowie auf der anderen Flussseite das Faberschloss. Beide sind sehr eindrucksvoll anzusehen. Ab hier geht der Wanderweg direkt am Fluss entlang und wäre es wärmer, könnten wir sogar die Füße ins Wasser halten. Doch daran ist heute bei ca. 4 Grad nicht zu denken. Also gehen wir weiter.

Der Weg endet an der Dürrenhembacher Straße. Wir müssen hier über die Straße und links in den Hirtenweg einbiegen. Ganz am Ende der Sackgasse geht der Fußweg dann weiter und wir erreichen nach kurzer Strecke die Schwarzachklamm. Und ab hier wird der Weg so richtig schön.


Entlang der Schwarzachklamm

Die Schwarzachklamm, Schwarzachdurchbruch oder auch Schwarzachschlucht genannt, ist ein 2,2 Kilometer langer, schluchtartiger Abschnitt im Flusstal, benannt nach dem Fluss Schwarzach. Die Schlucht ist als Geotop ausgewiesen. Die gesamte Schlucht steht unter Naturschutz. Die Sandsteinfelsen hier sind über 200 Millionen Jahre alt. Die Kraft des Flusses konnte durch den Sandstein fressen. Abei blieben die harten Sandsteinarten stehen und bilden die Schluchtwände. Weniger harte Gesteinsschichten wie Tonschichten wurden herausgespült und so entstanden große und weniger große Ausholungen Die größten so entstandenen Höhlen sind die Karlshöhle und die Gustav-Adolf-Höhle entlang des Weges.


Viele Sturmschäden

Was mir bei unserer Wanderung besonders aufgefallen ist, sind die vielen Sturmschäden der letzten Zeit. Riesige Baumkolosse liegen umgeknickt im Flussbett oder direkt über dem Wanderweg mitsamt dem riesigen Wurzelwerk. An zwei Stellen gab es sogar keine andere Möglichkeit, als über die Bäume zu klettern. Spannend für die Kinder. Mich machte der Anblick richtig traurig, weil es echt viele Bäume waren, die hier umgestürzt sind und so die Schönheit der Schlucht gelitten hat.

Für die Kinder ist die Klamm natürlich ein großer Abenteuerspielplatz. Die Sandsteinfelsen und Höhlen laden förmlich zum Klettern und Verstecken ein. Ein Grund, warum wir für eine Strecke von 10 Kilometern über vier Stunden gebraucht haben 😉


Einkehrmöglichkeit Waldschänke Brückkanal

Auf der Hälfte des Weges am Ende der Klamm, wo sich Schwarzach und Ludwig-Donau-Main-Kanal kreuzen, liegt die Waldschänke Brückkanal. Eine super Einkehrmöglichkeit vor allem im Sommer. Hier gibt es fränkische Spezialiäten, kühles Bier im großen Biergarten. Leider hatte die Wirtschaft bei unserer Ankunft gerade Betriebsferien, sodass unsere Einkehr ausfiel. Aber wir hatten Proviant dabei, setzten uns auf eine der Bierbänke und machten hier Brotzeit.


Unser Famililienfazit

Eine super Abenteuerwanderung für Familien. Dass hier – wenn man möchte – einige Kilometer zusammenkommen, merken die Kinder durch die vielen Ablenkungen wie Höhlen und Kletterfelsen nicht wirklich. Jammernde Kinder sind hier also eher selten. Die Tour ist beliebig kürzbar.


Infobox

Adresse: 90537 Schwarzenbruck
Parken: kostenloser Parkplatz an der Waldschänke Brückkanal oder am Ende der Hammerwerkstraße oder am Wanderparkplatz in der Johann-Degelmann-Straße in Schwarzenbruck
Tourentyp: Der Wanderweg führt auf unbefestigten, teils befestigten Waldwegen die Klamm entlang. Streckenweise geeignet für Kinderwägen. Unser Rundweg ab dem Bahnhof Ochenbruck hatte eine Länge von etwa 12 Kilometern.
Tour zum Nachwandern: https://www.komoot.de/tour/687151669
Einkehrmöglichkeit: Gaststätte und Biergarten in der „Waldschänke Brückkanal“ (Am Brückkanal 3, 90537 Feucht)
In der Nähe: Walderlebnispfad in Wendelstein am Alten Kanal


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