Kinderorte Natur & Wanderungen

Auf nach Betzenstein! Wir erkunden Hexentor und Wasserstein

Die Stadt Betzenstein ist mit gerade einmal 900 Einwohnern die kleinste Stadt Frankens. Das beschauliche Örtchen liegt am südöstlichen Rand der Fränkischen Schweiz und ist durch die unmittelbare Nähe zur Autobahn A9 bestens erreichbar. 1359 erteilte Kaiser Karl IV. das Markt- und Stadtrecht. Mit seinen vielen Fachwerkhäusern versprüht Betzenstein einen mittelalterlichen und beschaulichen Charme. Eine wirklich schöne Stadt.

Wir parken unser Auto am Ortsausgang (Richtung Leupoldstein) unterhalb der Klauskirche auf einer Parkbucht rechter Hand der Hauptstraße. Und dann kann unsere Wanderung auch schon losgehen. Wir folgen dem Wanderweg mit dem roten Punkt, der direkt am Parkplatz startet. Die Klauskirche ist auch gleich das erste Highlight auf unserem ca. 5 Kilometer langen Rundgang. Es geht steil ein paar Stufen hinauf zu dem riesigen Felsen. Denn bei der Klauskirche handelt es sich nicht um eine Kirche, sondern um eine etwa dreißig Meter lange Durchgangshöhle. Der Wanderweg führt durch den Höhlentunnel hindurch. Dieser ungewöhnliche Durchgang beeindruckt uns bereits sehr und wir freuen uns auf eine spannende Wanderung.

Abenteuerpark Betzenstein

Vorbei am beheizten Freibad führt uns der rote Punkt weiter mitten durch den Abenteuerpark Betzenstein. Hier im Wald könnt ihr im Hochseilgarten euer Können beim Klettern beweisen. Der Naturhochseilgarten ist einer der schönsten, den ich kenne und ganz Mutige können per Seil quer über das Freibadgelände sausen. Im Übrigen gibt hier acht verschiedene Parcours in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden mit über 100 Seilbrücken, die es zu überwinden gilt. Bereits Kinder ab fünf Jahren können hier klettern. Aber nicht nur Klettern kann man im Abenteuerpark, auch Bogenschießen, Axtwerfen oder Cross Golfen kann man hier und noch vieles mehr. Deshalb bringt genug Zeit mit, wenn ihr aktiv werden möchtet.

Rundweg mit dem „roten Punkt“

Wir sind nicht zum Klettern hier, sondern setzen unsere Wanderung fort. Der Weg führt aus dem dichten Wald heraus auf einen Landwirtschaftsweg, dem wir weiter folgen. Doch wir bleiben nicht lange im Sonnenschein, denn es geht wieder in den Wald hinein. Auf dem Rundweg ist wirklich alles sehr gut ausgeschildert. Wir wissen immer, wo es lang geht und selbst die einzelnen Sehenswürdigkeiten sind mit Schildern versehen. So stehen wir dann auch schon bald vor dem sogenannten Hexentor. Ein kreisrunder Felsdurchbruch in einem Felsmassiv, welches wir erst mal besteigen müssen. Es wirkt ein wenig surreal, ein kreisrundes Loch in einem Felsen zu sehen. Es ist ein runder, drei mal drei Meter großer Felsdurchbruch. Doch als Fotomotiv ist das Hexentor bestens geeignet. Wir verweilen hier eine Weile und laufen dann weiter.

Überall im Wald finden sich große Steine, ganze Felsblöcke und meterhohe Felswände. Es ist heiß an diesem Tag und wir sind froh, dass der Weg größtenteils durch den Wald führt. Doch das ändert sich nun. Nach dem Hexentor laufen wir dem Weg folgend über Felder und Wiesen zum Ortsteil Kröttenhof. Vorbei an einer Pferdekoppel gehen wir durch den kleinen Ort mit nur ein paar Häusern und biegen dann nach rechts ab wieder in Richtung Wald. Dort tauchen wir dann wieder ein in den wohltuenden Schatten der Bäume. Ein Wegweiser zeigt uns den Weg zur Buchnerhöhle. Diese liegt zwar nicht direkt auf unserer Wegstrecke, doch natürlich machen wir einen kurzen Abstecher dorthin. Dann gehen wir das kurze Stück wieder zurück und setzen unseren eigentlichen Weg fort. Bald schon stehen wir vor dem Wassersteintor, einer riesigen Felsgruppe. Im Felsen ist ein 12 Meter tiefes Felsentor, welches gut sechs Meter hoch ist. Sehr imposant.

Ein Blick über Betzenstein

Der Weg führt uns weiter am Waldrand entlang. Leider ist jetzt der schöne Teil der Strecke vorbei, das letzte Stück zurück nach Betzenstein laufen wir an einer kaum befahrenen Straße entlang. Wir passieren das Ortsschild und laufen bei Sonnenschein weiter dem roten Punkt folgend bis in die Ortsmitte. Jetzt haben wir Gelegenheit, Frankens kleinste Stadt etwas genauer zu erkunden. Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen und machen noch einen Abstecher auf den Schmidberg hinauf. Dafür folgen wir ab jetzt dem roten Strich. Der steile Anstieg ist zum Glück nicht sehr lang. Oben auf dem Berg steht der dreieckige Aussichtsturm. Die Aussicht hier oben über ganz Betzenstein entschädigt uns für die Mühen des Aufstiegs. Malerisch liegen die Fachwerkhäuser unter uns. Gegenüber liegt auf einem Felsen die Burg Betzenstein. Vermutlich wurde die Burg um 1187 erbaut und war Sitz des Friedrich von Betzenstein. Heute ist die Burg(ruine) in Privatbesitz.

Unser Fazit

lskdfjdDann endet unsere felsige Tour. Der Rundweg ist zwar nicht sehr lang, aber für Kinder bestens geeignet. Es gibt viel zu sehen, die skurrilen Felswände sind einen Ausflug wert. Leider ist der Rückweg nicht so schön wie der Hinweg.

Infobox

Adresse: 91282 Betzenstein
Parken: Parkbucht unterhalb der Klauskirche oder am Parkplatz gegenüber beim Sportplatz
Informationen: ganzjährig zugänglich, kostenlos
Internet: https://www.betzenstein.de/tourismus-freizeit/
Tourentyp: Einfache Rundwanderung, meist durch den Wald auf schmalen Pfaden. Nicht für Rollstuhlfahrer oder Kinderwägen geeignet.
Einkehrmöglichkeit: „Betzenstube“, Schloßstraße 5, 91282 Betzenstein
In der Nähe: Wildpark Hufeisen

Buchtipp


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