Das Klumpertal bei Pottenstein ist für uns eines dieser Täler, bei denen man schon nach wenigen Metern merkt, dass man mitten in einer ganz besonderen Landschaft unterwegs ist. Felsen, Wald, Wasser und immer wieder kleine Überraschungen am Weg machen die Wanderung in der Fränkischen Schweiz zu einem kurzweiligen Erlebnis für die ganze Familie.
Wir starten unsere Tour am Wanderparkplatz Klumpertal, direkt neben der kleinen Schutzhütte. Von hier geht es hinein in die wunderschöne Landschaft des Naturparks Fränkische Schweiz/Frankenjura. Das Klumpertal gehört zum Natura-2000-Schutzgebiet „Wiesent-Tal mit Seitentälern“ und gilt als einer der besonders reizvollen und naturnahen Bereiche der Region.



Wunderschöne Natur
Schon bald wird klar, warum das Klumpertal bei Wanderern so beliebt ist. Der Weg führt durch dichten Wald, vorbei an bizarren Sandsteinfelsen und immer wieder entlang des kleinen Wasserlaufs. Besonders spannend sind die unterschiedlichen Felsformationen, die sich am Wegesrand verstecken.
Zu den bekannten Formationen des Klumpertals gehören unter anderem der Entenstein und der Drachenfelsen. Gerade der Entenstein ist ein schöner kleiner Zwischenstopp: Die Felsformation liegt nur wenige hundert Meter vom Wanderparkplatz entfernt und bildet eine kleine Hallenhöhle.
Je weiter wir ins Tal hineinwandern, desto mehr begleitet uns das Wasser. Der Weihersbach beziehungsweise Klumperbach schlängelt sich durch das Tal und sorgt zusammen mit den vielen Quellen und Fischweihern für eine ganz besondere Atmosphäre. Gerade für Kinder ist das natürlich spannend – da gibt es immer etwas zu beobachten, sei es ein kleines Rinnsal, eine Brücke oder ein Teich am Weg.



Auf den Spuren der alten Mühlen
Ein besonderes Highlight auf dem Weg ist die Klumperquelle. Sie entspringt direkt aus dem Karstgestein und war früher so ergiebig, dass mit ihrem Wasser gleich mehrere Mühlen im Tal betrieben werden konnten.
Überhaupt steckt im Klumpertal erstaunlich viel Geschichte. Der Name des Tales geht auf die Klumpermühle zurück. Das Geräusch beziehungsweise „Klumpern“ der Mühle soll dem Tal seinen Namen gegeben haben. Heute ist von der ehemaligen Mühle nicht mehr viel übrig, einige Mauerreste erinnern jedoch noch an ihre Vergangenheit. Auch die Mittelmühle und die Schüttersmühle gehören zur Geschichte des Tales. Wenn man hier unterwegs ist, kann man sich gut vorstellen, wie belebt das Tal früher einmal gewesen sein muss. Wasser war damals die wichtigste Energiequelle – und genau dieses Wasser prägt die Landschaft bis heute.
Unser Familienfazit
Was uns am Klumpertal besonders gefällt, ist die Mischung aus Landschaft und Ruhe. Hier ist man weit genug vom Alltag entfernt, um einfach mal durchzuatmen. Die hohen Felsen, das Grün des Waldes und das Wasser geben der Wanderung fast etwas Märchenhaftes. Eine einfache Wegstrecke, viel zu gucken und die Schönheit der Natur um uns herum. Die Fränkische Schweiz zeigt sich hier wieder von ihrer schönsten Seite. Wer einfache, schöne Wanderungen mag (so wie wir), der ist im Klumpertal richtig.
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