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Familienausflug zum Baumwipfelpfad Steigerwald

Der Frühling ist da, die Sonne wird wärmer und die Menschen zieht es hinaus in die Natur. Ein schöner Anlaufpunkt für einen Familienausflug ist der Baumwipfelpfad Steigerwald nahe des kleinen Örtchens Ebrach im Landkreis Bamberg. Eröffnet wurde der Wipfelpfad im Frühjahr 2016. Der Ansturm auf die neue Attraktion war groß und die angepeilten Besucherzahlen wurden weit übertroffen. Der Steigerwald hat seitdem einen Besuchermagnet hinzugewonnen.

Wenn ihr den naturnahen Baumwipfelpfad im Steigerwald besuchen möchte, folgt am besten den Hinweisschildern und stellt euer Auto auf dem großen Besucherparkplatz vor Ort. Direkt am Parkplatz befindet sich ein Restaurant mit Außenbereich und ein Spielplatz. Hier könnt ihr – vor allem im Sommer – nach dem Rundgang im Wald eine Kleinigkeit essen und den Ausflug ausklingen lassen. Auch ein kleiner Souvenirshop (Taschengeld bereithalten) und Toiletten findet ihr hier.


Über den Holzsteg hinauf zu den Baumkronen

Von hier aus folgt ihr dem befestigten Weg in den Wald hinein. Nach ein paar Gehminuten erblickt ihr schon von weitem das Kassenhäuschen und den Eingang zum Baumwipfelpfad. Über einen Holzsteg gelangt ihr immer höher und höher und erreicht schließlich die Baumkronen. Immer wieder gibt es entlang des Holzweges auch Spielstationen. Kinder – und natürlich auch die Eltern – können über wackelige Balken balancieren, klettern oder am Wegesrand allerhand über den Wald und seine Bewohner lernen. Sehr zu empfehlen ist auch die Wipfel-App des Baumwipfelpfades. Vor Ort gibt es zwar freies W-LAN, allerdings ist es von Vorteil, die App bereits zuhause herunterzuladen. Der Download könnte sonst mitunter sehr lange dauern. Mit der App verschmelzen digitale und reale Welt und man kann digital lernen und ausprobieren.

Das absolute Highlight ist aber der Aussichtsturm. Immer im Kreis herum erklimmt ihr die Kuppel in 42 Meter Höhe. Auch Rollstuhlfahrer können dank der geringen Steigung den Baumwipfelpfad ohne Probleme befahren. Es dauert doch länger als gedacht, bis ihr ganz oben am Aussichtsturm angekommen seid. Der grandiose Ausblick belohnt dafür umso mehr. Bei schönem Wetter geht der Blick weit in die Ferne. Hier hoch oben fühlt ihr euch plötzlich riesig und die Bäume ringsum wirken wie kleine Pflänzchen. Im Sommer brennt die Sonne ganz schön auf die Köpfe und auch der Wind weht hier oben stärker.

Immer wieder finden am Baumwipfelpfad auch Führungen zu verschiedenen Schwerpunktthemen statt. Auch eigens auf Kinder zugeschnittene Führungen werden angeboten. Vielleicht auch eine schöne Idee für den nächsten Kindergeburtstag. Die Informationen hierüber findet ihr auf der Internetseite.


Besuch im Streichelzoo

Am Ausgang des Wipfelweges befindet sich ein kleiner Streichelzoo. Hier finden sich Ziegen und Schafe, die von den Besuchern gestreichelt und gefüttert werden dürfen. Dafür stehen hier eigens Futterautomaten. Für den Einwurf eines 50-Cent-Stückes erhält man eine Hand voll Futter. Doch Vorsicht: Die Ziegen sind schnell und schupsen euch schon einmal zur Seite, weil sie natürlich wissen, dass aus dem Automaten leckeres Futter kommt. Und sich gegen einen hungrigen Ziegenbock durchzusetzen, ist gar nicht so leicht. Hier inmitten der Tiere könnt ihr eine ganze Weile verbringen, denn hier haben die Kinder ihren Spaß. Kinder, die Tiere nicht soooo interessant finden, können sich am Spielplatz austoben.


Wanderung bis zum Steigerwald-Zentrum

Wenn euch die Runde über den Baumwipfelpfad zu kurz war, dann macht doch noch einen Abstecher zum Steigerwald-Zentrum nach Handthal. Nach dem Streichelzoo findet ihr einen Wegweiser am Wegesrand, der Richtung Steigerwald-Zentrum weist. Auf dem Schild ist eine Gehzeit von 40 Minuten angegeben. Diese Zeitangabe halte ich für völlig übertrieben. Wir haben eine gute Stunde für die gut 3,5 Kilometer gebraucht. Folgt ihr dem Weg, dann einfach immer den grünen Bäumen als Wegmarkierung folgen. Verlaufen könnt ihr euch hier nicht, der Weg ist sehr gut ausgeschildert. Vor allem für Kinder hält der Waldweg einiges Interessantes bereit. Links und rechts am Wegesrand wachsen verschieden Pilze, ihr könnt Tannenzapfen sammeln oder nach dem schönsten Wanderstock suchen.

Die Strecke ist echt abwechslungsreich, es geht mal runter, mal einen kleinen Berg hinauf und mal läuft man auf Holzstegen. Der Weg führt auch an einem kleinen Teich vorbei und ihr folgt auch ein Stückchen einem kleinen Bach. Es gibt einen kleinen Lehrpfad über Fledermäuse und auch ein Barfußpfad liegt auf der Strecke. Das letzte Viertel des Weges geht es ganz schön bergab. Das heißt aber auch, dass man auf dem Rückweg den Weg wieder Bergauf laufen muss. Puh! Doch das ist allemal zu schaffen.

Wenn ihr wollt, könnt ihr dem Steigerwald-Zentrum einen Besuch abstatten und durch die Ausstellung schlendern. Das Zentrum möchte den Besuchern Wege der Nachhaltigkeit am Beispiel von Holzverwendung und Waldbewirtschaftung vermitteln und erlebbar machen.


Einkehren in Handthal

Das Örtchen Handthal erreicht ihr, indem ihr einfach der Straße weiter folgt und das Infozentrum hinter euch lasst. Ihr seht schon die Häuser des Dorfes in der Ferne. Zwei Gaststätten gibt es hier und sogar ein Café. Die beste Gelegenheit für ein schönes, fränkisches Mittagessen. Nach der Einkehr, folgt ihr demselben Weg wieder zurück bis zum Parkplatz des Baumwipfelpfades. Insgesamt hat die zurückgelegte Strecke eine Länge von etwa 8 Kilometern.

Infobox

Adresse: Radstein 2, 96157 Ebrach
Parken: direkt an der B22 Parkplatz kostenfrei (ca. 5 min. Fußweg zum Eingang Pfad).
Informationen: Von März bis Oktober 9 bis 18 Uhr
Internet: https://www.baumwipfelpfadsteigerwald.de/
Tourentyp: Wanderung zum Info-Zentrum, Hin- und Rückweg ca. 8 km, ca. 2 Stunden
Kinderwagentauglich: Der Wipfelweg kann problemlos von Kinderwagen und Rollstühlen befahren werden. Die Wanderung nach Handthal ist dafür nicht geeignet.
Einkehrmöglichkeit: „Gasthof Forellenhof“, Handthal 28, 97516 Oberschwarzach
In der Nähe: Burgruine Stollburg, 97513 Stollbergerforst

Buchtipp


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