Kinderorte Natur & Wanderungen

Von der Steinernen Stadt bis zur Maximiliansgrotte #Familienwanderung

Steinerne Stadt

Wir verlassen Franken und überschreiten für diese Wanderung die Landesgrenze und betreten die Oberpfalz. Aber nur ganz minimal. Denn unser Wanderziel liegt an der Grenze zum Nürnberger Land im Wellucker Wald bei Krottensee. Vorgenommen haben wir uns ein Teilstück des Karstkundlichen Wanderpfades, vorbei an Höhlen, Felsen und Grotten. Genau richtig für eine ausführliche und spannende Familienwanderung.

Los geht es am Wanderparkplatz „Parkplatz Zwei Brüder Krottensee“. Und bei der Anfahrt zum Wanderparkplatz fing das Abenteuer schon an. Die Straße wurde immer schmäler und schmäler und wurde dann zum Schotterweg und das Navi führte uns immer weiter in den Wald hinein. Ist das denn richtig hier? Diese Frage stellte sich bei der abenteuerlichen Zufahrt. Doch als wir am Parkplatz angekommen waren und noch viele weitere Autos entdecken, beruhigten wir uns wieder. Hier waren wir richtig und eine Übersichtskarte gab es hier auch. Also los …


Auf und ab durch den Wald

Wir entschieden uns, die Steinerne Stadt erst auf dem Rückweg zu besuchen und machten uns auf in die andere Richtung den breiten Schotterweg folgend, den wir mit dem Auto gekommen waren. Nach ein paar Metern ging links ein Trampelpfad in den Wald hinein und jetzt ging unsere Wanderung so richtig los. Unsere Markierung war der „Grüne Punkt“ und dem folgen wir von nun an immer in Richtung Maximiliansgrotte. Der Rundweg ist echt ein Erlebnis und er erfordert schon eine gewisse Kondition. Denn nach angenehmen Stücken geht es wieder steil berauf und dann wieder bergab. Hoch und runter wechseln sich hier munter ab. Am Wegesrand gibt es dabei viel zu sehen und zu bestaunen. Überall im Wald verteilt sind Felsformationen wie die Zwei Brüder oder die Weißlingkuppe. Auch Kletterer kommen hierher und probieren an den Felsen ihre Kletterkünste aus. Ihnen zuzusehen ist schon sehr beeindruckend.

Wegweiser zur Maximiliansgrotte


Deutschlands größter Tropfstein

Nach der ersten Hälfte der Wanderung erreichen wir die Maximiliansgrotte und können erst einmal verschnaufen. Wer möchte, kann hier zwischen April und Oktober an stündlichen Führungen durch die Tropfsteinhöhle teilnehmen. Bis zu 70 Meter unter die Erde begibt man sich hier und taucht hinab in Die Welt von vor vielen tausenden Jahren. In der etwa halbstündigen Führung kommt man auch an deutschlands größten Tropfstein vorbei, dem sogenannten „Eisberg“. Wir haben uns gegen eine Führung entschlossen, weil wir eine dreiviertel Stunde hätten warten müssen.

Da sind wir lieber gegenüber im Gasthof Grottenhof eingekehrt und haben es uns gut gehen lassen. Hier im Gasthof gibt es übrigens auch verschiedene Käsesorten zu probieren, die in der der Maximiliansgrotte reifen. Nach unserer ausgiebigen Pause starten wir die zweite Hälfte unserer Tour. Erst mal wird es hell und wir kommen ein Stückchen aus den Wald heraus und es geht am Waldrand weiter. Das nächste Highlight auf unserem Weg ist die Vogelherdgrotte. Hier ist es sehr matschig. Was wir zu sehen bekommen, ist jedoch wieder wunderschön. Die Natur hat hier eine bizarre Landschaft aus Felsen und Höhlen gezaubert und wir kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.


Besuch der Steinernen Stadt

Doch das eigentliche Highlight lag noch vor uns. Am Ende unseres Rundweges liegt ja noch die Steinerne Stadt. Wir folgen wie immer dem Grünen Punkt und durchlaufen die Zwei Brüder, zwei markante Felsen, die dicht beisammenstehen. Die Steinerne Stadt ist wirklich einer Stadt gleich. Hohe Wände und Wege mitten durch das Felsenlabyrinth. Hier haben vor allem Kinder ihren Spaß und die Felsen eignen sich hervoragend zum Verstecken spielen. Hier bleiben wir noch eine Weile bis wir den Hügel hinunter zum Auto gehen und erschöft aber glücklich die Heimfahrt antreten.


Unser Fazit

Mein Mann sagte nur „Eine der schönsten Wanderungen, die wir je gemacht haben“ und mein Sohn nickte nur und meinte „cool“. Also hat unserer Tour bei allen Eindruck hinterlassen und wir waren ganz schön erschöpft als wir wieder beim Auto ankamen. Der Rundweg hat uns wieder mal gezeigt, wie schön unsere Heimat doch ist mit den Felsen und einer unscheinbaren Höhle mitten im Wald, die Deutschlands größten Tropfstein beherbergt. Der Weg ist super ausgeschildert und eine weitere von uns getestete Wanderempfehlung für euch.


Infobox

Adresse: 91275 Auerbach in der Oberpfalz
Parken: kostenloser Wanderparkplatz an der Steinernen Stadt oder direkt an der Maximiliansgrotte
Informationen: ganzjährig zugänglich, kostenlos. Start entweder wie wir an der Steinernen Stadt oder an der Maximiliansgrotte
Internet: http://www.maximiliansgrotte.de/
Tourentyp: Der Rundweg hat eine Länge von ca. 4,6 Kilometern und beinhaltet viele steile Passagen. An manchen Stellen sehr matschig und rutschig. Deshalb ist festes Schuhwerk hier zu empfehlen.
Tour zum Nachwandern: https://www.komoot.de/tour/481398707
Einkehrmöglichkeit: Der Gasthof „Grottenhof“ mit Biergarten liegt auf halbem Weg direkt gegenüber der Maximiliansgrotte (Krottensee, 91284 Neuhaus an der Pegnitz)
In der Nähe: Burgruine Wolfstein in der Oberpfalz


Produkttipp

Waldkartensuchspiel

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