Wer Urlaub in Bayrischzell macht (so wie wir) muss unbedingt auf den Wendelstein. Einmal ganz oben stehen, die frische Bergluft einatmen und den Blick weit über die Alpen schweifen lassen. Ein wunderbares Ausflugsziel für schöne Tage. Oben angekommen warten nicht nur Panorama pur, sondern auch spannende Entdeckungen und gemütliche Plätze zum Verweilen.
Majestätische 1.838 Meter misst der Wendelstein und reiht sich damit in die beeindruckende Alpenkulisse ein. Vom Gipfel des “Hausbergs der Münchener” kann man sogar weit über die Grenzen Bayerns hinaus blicken. Bei gutem Wetter bis nach Italien!
Bequem auf den Wendelstein
Wer nicht zu Fuß auf den Gipfel wandern möchte, hat gleich zwei spannende Möglichkeiten, den Wendelstein zu erreichen, und beide sind ein Erlebnis für sich. Besonders beliebt ist die Fahrt mit der Seilbahn ab Bayrischzell, bei der ihr in sieben Minuten bequem nach oben schwebt und dabei eine fantastische Aussicht genießen könnt.
Mindestens genauso beeindruckend ist die Fahrt mit der Wendelstein-Zahnradbahn ab Brannenburg. Sie zählt zu den ältesten Zahnradbahnen Deutschlands und schlängelt sich gemütlich durch Wälder, über Brücken und durch Tunnel den Berg hinauf. Ein echtes Highlight. Egal für welche Variante ihr euch entscheidet: Der Weg nach oben wird hier definitiv zum Teil des Abenteuers!

Einkehren im Wendelsteinhaus
Direkt unterhalb des Gipfels (auf 1.724 Metern) liegt das Wendelsteinhaus, der perfekte Ort für eine gemütliche Pause mit herrlicher Aussicht. Hier könnt ihr einkehren und dabei den Blick über die Alpen genießen. Ob kleine Brotzeit oder warmes Essen: Nach dem Aufstieg oder der Erkundung des Wendelsteins tut eine Pause hier richtig gut. Besonders schön ist es, draußen in der Sonne zu sitzen, die Bergluft zu genießen und den Moment auf dem Wendelstein bewusst zu erleben.
Das Wendelsteinhaus blickt auf eine lange Geschichte zurück: Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde hier oben eine erste Unterkunft für Bergsteiger und Besucher errichtet. Mit dem Bau der Zahnradbahn im Jahr 1912 gewann der Wendelstein zunehmend an Bedeutung als Ausflugsziel, und auch das Wendelsteinhaus wurde erweitert. Bis heute ist es ein wichtiger Treffpunkt für Besucher und verbindet Tradition mit der besonderen Atmosphäre hoch oben in den Alpen.
Spielgelände mit Aussicht
Auch für Kinder gibt es am Wendelstein etwas zu entdecken: Ein kleiner Spielplatz direkt am Berg hinter dem Wendelsteinhaus sorgt für Abwechslung nach der Fahrt nach oben. Der Spielplatz steht unter dem Motto “heimische Tierarten im Gebirge”. Die “Trojanische Gams” lädt zum Klettern ein oder ihr trainiert am Kletterparcours. Während die Großen die Aussicht genießen, können sich die Kinder hier nochmal austoben. Und das mit einem wirklich besonderen Panorama im Hintergrund. Ein schöner Ort, um den Ausflug entspannt ausklingen zu lassen. Wirklich schön gemacht!


Auf dem Gipfel- und Panoramaweg
Wer auf den Gipfel möchte, folgt dem Gipfel- und Panoramaweg. Nach dem etwa 30 minütigen Aufstieg immer entlang des schmalen Felsweges, erreicht man den Gipfel und hat hier einen traumhaften Rundum-Panoramablick.
Auf dem Weg eröffnen sich immer wieder beeindruckende Ausblicke auf die Alpen und das weite Umland. Perfekt für kleine Pausen und viele Fotos. Der Weg ist gut angelegt und auch mit Kindern gut machbar. Stellenweise gibt es Treppen und schmale Passagen. Aufpassen muss man natürlich trotzdem. So wird der Spaziergang schnell zu einem kleinen Abenteuer mit ganz großem Panorama.
Zurück könnt ihr entweder die gleiche Strecke gehen oder im Sommer über den Panoramaweg. Kurz vor dem Gipfel zweigt der Weg hier über den Ostgipfel ab und bringt euch ebenfalls zurück zur Bergstation. Bei unserem Besuch im April war der Panoramaweg leider noch gesperrt.



Deutschlands höchste Schauhöhle
Ein ganz besonderes Highlight am Wendelstein ist die Wendelsteinhöhle, Deutschlands höchstgelegene Schauhöhle auf rund 1.700 Metern. Im Bergmassiv des Wendelsteins verbirgt sich ein komplettes Höhlensystem. Der künstliche Zugangsstolen und Eingang zur Höhle liegt gleich hinter dem Bergbahnhof der Zahnradbahn entfernt. Über Treppen geht es hinein in die spannende Welt unter der Erde.
Im Inneren erwarten euch schmale Gänge, beeindruckende Felsformationen und der sogenannte „Höhlen-Dom“, große Höhlenhalle, die richtig Eindruck macht. Besonders spannend: Am natürlichen Höhleneingang befindet sich eine sogenannte Kältefalle, in der selbst im Sommer oft noch Schnee liegt.
Die Wendelsteinhöhle kann eigenständig erkundet werden (von Mai bis November, je nach Witterung) und ist mit Licht und interaktiven Themenstationen ausgestattet, die auch für Kinder verständlich spannende Infos zur Inneren des Berges und zur Höhlenforschung vermitteln. Für den Rundgang solltet ihr etwa 45 Minuten einplanen – und unbedingt an warme Kleidung denken, denn im Inneren herrschen ganzjährig nur etwa 3 Grad. Ein Muss für jeden Besucher! Eintritt 2 Euro (Bitte Münzen passend bereithalten.)

Der Wendelstein auf einen Blick
- Sternwarte – Nicht umsonst wird der Wendelstein auch “Haltestelle zum Bayernhimmel” genannt. Mit einem 2m-Teleskop erforschen und beobachten Astronomen vom Gipfel aus das Weltall.
- Kircherl – Wie ein Kunstprofessor aus München 1889 das Wendelsteinkircherl erbauen ließ und warum sich selbiges als “Deutschlands höchstgelegene Kirche” bezeichnen darf
- Höhle – Spannend, lehrreich, interaktiv: Im Inneren des Wendelsteins befindet sich eine selbständig begehbare Schauhöhle
- BR-Sendemast – Der rot-weiße Sendemast des Bayerischen Rundfunks prägt den Wendelsteingipfel.
Unser Familienfazit
Unser Plan war es, mit der Seilbahn auf den Wendelstein zu fahren und dann den Talweg nach Osterhofen (ca. 2,5 Stunden) zu laufen. Leider wurde uns von den Mitarbeitern davon abgeraten. Bei unserem Besuch im April lag noch sehr viel Schnee und die Wege deshalb noch sehr glatt. So mussten wir leider umdisponieren und sind mit der Bahn wieder ins Tal gefahren. Schade! Aber wenn ihr im Sommer zu Besuch seid, ist der Abstieg sehr zu empfehlen.
Der Besuch des Wendelstein war super schön und hat uns dreien viel Spaß gemacht. Vor allem die Aussicht hatte es uns angetan. Wir konnten bis zur Zugspitze gucken und auf der anderen Talseite den Chiemsee sehen. Wundervoll! Sehr empfehlenswert.
Entdecker-Tipp



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