Kinderorte Natur & Wanderungen

Wir erkunden den Baumbilderweg in Osternohe

Im Winter jagen hier Skibegeisterte die Pisten hinunter. Im Sommer geht es dagegen mit den Bikern etwas ruhiger zu. Doch zwischen dem ganzen Trubel gibt es rund um den Schlossberg bei Osternohe auch für Familien einiges zu entdecken. Der Baumbilderweg ist für eine Familienwanderung das perfekte Ausflugsziel – und weil noch nicht so bekannt, auch nicht überlaufen.

Wir parken unser Auto am Parkplatz am oberen Ende des Skilifts am Bikepark. Im Sommer rasen hier nicht die Skifahrer ins Tal, sondern die Mountainbiker. Von hier folgen wir dem Schotterweg bis zum Skilift und an der Bikerrampe vorbei. Und dort an der Weggabelung sehen wir auch schon das erste Baumbild. Pipi Langstrumpf lacht uns frech von einem Baumstamm entgegen und wir freuen uns, unseren Einstieg in den Baumbilderweg gefunden zu haben.

Wir werden von Tieren beobachtet

Ab hier ist der Weg wunderbar ausgeschildert. An jeder Weggabelung finden wir einen Wegweiser „Baumbilderweg um die Windburg“. Der Bilderweg besteht aus zwei verschiedenen Etappen. Die größere der beiden Strecken, haben wir uns für den heutigen Tag vorgenommen. Diese Strecke ist ca. 4 Kilometer lang und führt an der sogenannen „Windburg“ vorbei, einem Waldstück mit schönen Felsformationen. Der zweite Rundweg ist mit ca. 1,6 Kilometern viel kürzer und nimmt den Weg über die Burgruine. Wer möchte, kann beide Strecken am Stück laufen und hat so eine optimale Wanderstrecke.

Wir sind gespannt, was wir unterwegs alles für Bilder sehen und ob wir wirklich alle entdecken. Dazu haben wir uns extra den Übersichtsplan ausgedruckt, auf dem alle Baumbilder verzeichnet sind. Alle Bilder, die uns auf unserer Wanderung begegnen, stammen übrigens allesamt aus der Feder (oder dem Pinsel) des Osternoher Malers Peter Kraus. Mit Acrylfarben malt der Künstler seine Kunstwerke nicht direkt auf Bäume oder Felsen, sondern verwendet reißfestes Vlies. Das sogenannte Malervlies schneidet er nach dem Aufmalen des Motives in Form und bringt es an Bäumen, Baumstämmen oder Steinen an. Nachhaltig und naturfreundlich wird das Werk abschließend mit Leinölfirnis wetter- und wasserfest gemacht. So bleiben die Freiluftkunstwerke hoffentlich lange schön.


Baumbilderweg im Fernsehen

Manchmal erkennt man die kleinen Bildchen erst auf dem zweiten Blick, andere springen einem widerum förmlich ins Auge. Wir können gar nicht sagen, welches der vielen Tiere und anderen Wesen uns am besten gefallen hat. Vielleicht der Zwerg, der gerade mal muss oder doch lieber der Braunbär, der hinter einer schönen Rastbank auf uns lauert?

Seht euch unbedingt den TV-Beitrag des Bayerischen Rundfunks zum Baumbilderweg in der Mediathek an. In dem dreiminütigen Film wird der Rundweg ausführlich gezeigt und auch der Künstler selbst kommt zu Wort.


Unser Familienfazit

Wir waren bei wirklich heißen Temperaturen unterwegs und können den Weg für eine Sommerwanderung wirklich empfehlen. Denn der Rundweg führt fast ausschließlich durch den kühlen Wald und wir mussten nur ein paar hundert Meter durch die Sonne laufen. Unterwegs sind uns keine anderen Wanderer oder Familien begegnet, was die Wanderung nur noch schöner machte. Wir waren ganz allein unterwegs. Vielleicht liegt das daran, dass sich der wirklich schöne Baumbilderweg noch nicht so herumgesprochen hat. Gerade für Kinder gibt es viel zu entdecken und man kann einen richtigen Wettbewerb daraus machen, wer das nächste Baumbild entdeckt. Probiert den Wanderweg unbedingt mal aus. Ist bestimmt zu jeder Jahreszeit toll zu laufen.


Infokasten

Adresse: Am Schloßberg, 91220 Schnaittach
Parken: kostenlose Parkplätze am Skilift oder beim Wanderparkplatz beim Igelwirt
Informationen: Der Baumbilderweg ist ganzjährlich zuglänglich und kostenlos. Der Rundweg besteht aus zwei Teilstrecken. Ein Teilstück ist ca. 4 Kilometer lang und führt an der sogenannen „Windburg“ vorbei. Der zweite Rundweg ist mit ca. 1,6 Kilometern kürzer. Wer möchte, kann die beiden Strecken bequem miteinander verbinden.
Internet: https://www.baumbilderweg.de/
Tourentyp: Überwiegend schattige Schotter- und Waldwege durch den Forst. Für Kinderwagen und Rollstuhl allerdings nicht geeignet.
Einkehrmöglichkeit: Der “Igelwirt” liegt genau in der Ortsmitte neben der Burgruine und bewirtet seine Gäste mit fränkischen und saisonalen Gerichten (Igelweg 6, 91220 Schnaittach)
In der Nähe: Naturerlebnispfad im Schönberger Forst


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