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Ausflug in die Fränkischen Schweiz zur Burgruine Neideck

Wir haben das Glück, dass die Fränkisch Schweiz direkt vor unserer Haustür liegt. Das ideale Ausflugsgebiet mit vielen Möglichkeiten für einen Familienausflug. Das Wahrzeichen im Wiesenttal ist die Burgruine Neideck. Die verfallene Burg thront hoch oben über dem Örtchen Streitberg. Dort wollten wir hinauf.

Los ging unsere Tour am Wanderparkplatz am Familienbad in Streitberg. Das Schwimmbad ist schon seit längerem geschlossen und sieht aus, als hätte es seine besten Zeiten hinter sich. Auf Höhe des Bades führt ein kleiner Pfad in den Wald hinein. Auf dem Wegweiser steht „Burgruine Neideck“ und gibt die Richtung vor. Leider ist die Beschilderung im Wald nicht mehr ganz so gut. Immer wieder gibt es Abzweigungen, die nicht beschildert sind und so konnten wir nur raten, welcher Weg wohl der richtige war. Zum Glück habe ich einen guten Orientierungssinn und so liefen wir immer der Nase nach den Berg hinauf.


Durch den Wald hinauf zur Burgruine

Die Burgruine Neideck ist eine Adelsburg aus dem Hochmittelalter. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im Jahr 1312. Da nämlich baute Konrad II von Schlüsselberg die Burg zur Festung aus. Mit ihrer stattlichen Größe zählte Neideck zu den größeren deutschen Burganlagen. Ihren Namen hat die Burganlage wahrscheinlich von der Lage an einem „niederen Eck“. Die Burg trotzte vielen Kriegen. Erst im Zweiten Markgrafenkrieg 1553 wurde sie eingekommen und in Brand gesteckt. Seither ist die Burg Neideck eine Burgruine.

Der Waldpfad zur Burgruine hinauf ist mitunter sehr steil. Gut zu Fuß solltet ihr also sein, wenn ihr die Tour nachwandern möchtet. Es geht konsequent durch den Wald, was vor allem im Sommer sehr erholsam ist. Oben angekommen, lichtet sich der Wald und gibt den Blick frei auf Mauerreste, quasi der erste Ring der alten Burg. Auf dem Gelände, das größtenteils mit Gras bewachsen ist, sind noch einige Reste von Türmen vorhanden. Wir erkunden jede Ecke des großen Areals und jeden zugewachsenen Stein oder Mauerrest. Dann gehen wir über den Holzsteg zum Aussichtsturm hinüber. Und von hier eröffnet sich uns ein fantastischer Blick über die Fränkische Schweiz und das Wiesenttal. Hier lässt sich es aushalten und wir nutzen diesen wunderschönen Ort für eine Rast.


Abstecher zur Grotte Neideck

Auf unserem Rückweg folgen wir dem Wanderschild „Neideck Grotte“. Wenn wir schon einmal hier sind, wollen wir uns die Grotte natürlich auch noch ansehen. Der Weg wird wieder steil und irgendwann nach vielen Stufen kommen wir an dem beeindruckenden Felsen an. Die Höhlenöffnung ist groß und lädt uns ein, die Höhle näher zu untersuchen. Junior hatte seine Taschenlampe dabei und so wagen wir uns ins Dunkel. Es geht viel tiefer in das Felseninnere hinein, als gedacht. Spannend!


Unser Fazit

Eine tolle, spannende, wenn auch kurze Tour. Mein Lieblingsort dieses Tages war die Holzbank an der Neideckgrotte. Hier hätte ich es laaaange aushalten können. Am besten verbindet ihr den Ausflug zur Burgruine – wenn ihr noch Lust habt – mit einem Besuch in der Binghöhle, die direkt auf der anderen Talseite in Streitberg liegt.


Infobox

Adresse: 91346 Wiesenttal
Parken: kostenloser Wanderparkplatz am Familienschwimmbad Streitberg (Am Freibad 7, 91346 Wiesenttal)
Informationen: ganzjährig zugänglich, kostenlos
Internet: http://www.neideck.de/
Tourentyp: Unbefestigte Waldwege, teilweise sehr steil über tock und Stein. Nicht für Rollstühle und Kinderwägen geeignet.
Tour zum Nachwandern: https://www.komoot.de/tour/451693612
Einkehrmöglichkeit: „Badcafè Streitberg“ direkt am Wanderparkplatz
In der Nähe: Tropfsteinhöhle Binghöhle


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